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Allgemeines zum WordPress-Editor

WordPress verwendet einen visuellen Editor, dessen Bedienung der von Textverarbeitungsprogrammen ähnelt; das Ergebnis ist ein HTML-annotierter Text (s. ‚Text‘-Ansicht des Editors rechts oben), der die Formatierungsinformationen beinhaltet (z. B. p-Tags um jeden Absatz).

Die Auszeichnung des Textes sollte rein strukturell sein, die Darstellung ist davon getrennt und erfolgt in einem weiteren Schritt bei der Transformation des HTML-Text-Codes auf der Website (Frontend) mit Stylesheets bzw. über ein Transformationsskript ins TeX-Format (PDF) und kann jederzeit angepasst werden. Deshalb sollte z. B. keine Schriftart definiert werden, dies geschieht global für den Post per CSS-/LateX-Definition. (Der visuelle Editor selbst zeigt den HTML-annotierten Tex bereits mit eigenen Stylesheets teilweise formatiert an; dies muss aber nicht der Formatierung im Frontend/Ansicht bei Veröffentlichung entsprechen).

Um einen entsprechend sauber annotierten HTML-Code zu erhalten, sollte man deshalb auch auf Copy&Paste aus Word usw. verzichten bzw. den Inhalt zuerst in einen reinen Texteditor kopieren und das Ergebnis dann in den WordPress-Editor kopieren; Andernfalls werden Formatierungen mit eingefügt, die man im visuellen Editor nicht unbedingt sieht, die aber zu Problemen bei der Weiterverarbeitung des HTML-Codes führen.

Falls kein Texteditor als Zwischenschritt verwendet wird, muss die Funktion „FORMATIERUNG LÖSCHEN“ im Editor (unter >Format) auf den mit Strg-A markierten Text angewandt werden und darauf geachtet werden, auch anschließend keine überflüssigen Style-Angaben einzufügen (ersichtlich in der ‚Text/Html-Ansicht als „<span style=…“).

Zum ablenkungsfreien Schreiben empfiehlt sich der Vollbild-Modus unter ‚Ansicht‘.

Verwenden von Shortcodes

Zum Aufruf bestimmter Funktionen (z. B. dem Einfügen der bibliogr. Informationen bei Literaturangaben, s. u.) wird eine WordPress-spezifische Shortcode-Syntax verwendet. Shortcodes haben folgenden schematischen Aufbau:

[shortcode attribut=attributwert]

In KiT werden selbstdefinierte Shortcodes für das Setzen von Literaturangaben sowie von Anmerkungen/Fußnoten verwendet.

Anmerkungen / Fußnoten

Der Shortcode für Anmerkungen wird im Editor über den entsprechenden Button „Anmerkung“ in den Text eingefügt. Im Frontend wird der Inhalt des Attributs „content“ per MouseOver angezeigt und zusätzlich als verlinkte Endnote gesetzt; im LateX-generierten PDF-Dokument werden sie als Fußnoten gesetzt.

angemerkter Text[note content="Dies ist eine Anmerkung."]

Dieses Beispiel ergibt: angemerkter Text1

WICHTIG: Der Fußnotentext darf keine doppelten Hochkommata enthalten, einfache Hochkommata dürfen aber verwendet werden, zwei aufeinanderfolgende Hochkommata sind Ersetzungszeichen für doppelte.

Ebenso dürfen keine eckigen Klammern innerhalb des Fußnotentextes verwendet werden. Stattdessen werden geschweifte Klammern gesetzt, die später mit eckigen ersetzt werden. Damit sind auch Zitationsshortcodes (s. u.) innerhalb von Fußnoten möglich:

angemerkter Text[note content=" Dazu Dixon: ''{..}'' {cite key=dixon2009}"]

Dieses Beispiel ergibt: angemerkter Text2

Literaturangaben

Literaturangaben werden im Editor über den entsprechenden Button „Literaturangabe“ eingefügt. Die bibliographischen Daten  kommen aus den BibTex-Angaben, die man im entsprechenden Feld im Tab ‚Bibliographie‘ des Postes vornimmt. Auf Grundlage dieser Daten wird auch ein Literaturverzeichnis am Ende des Posts generiert: Literatur. Zur Referenz auf eine dieser bibliographischen Angaben per Shortcode dient deren Citation-Key, in den folgenden Beispielen mit einfachem AutorJahr-Schema (links der Shortcode, rechts das Ergebnis):

  • Standardformat:
    [cite key=dixon2009]
    (Dixon 2009)

     

  • mit Seitenangabe und „siehe“:
    [cite key=dixon2009 p=1 pre=siehe]
    (siehe Dixon 2009, 1)

     

  • ’nur-Autor‘-Angabe, ohne Klammern: 
    [cite key=hopper1980 f=author nopar=true]
    Hopper & Thompson

     

  • ’nur-Jahr‘-Angabe: 
    [cite key=dixon2009 f=year]
    (2009)

     

  • multiple Angaben: einzeln setzen ohne Klammern (nopar=true) und Klammern per Hand setzen:
    (vgl. [cite key=hopper1980 nopar=true], [cite key=dixon2009 nopar=true])

    (vgl. Hopper & Thompson 1980, Dixon 2009)

     

Bibliographie

Das (Austausch-)Format für bibliographische Angaben ist BibTeX, momentan werden die Angaben pro Post in das entsprechende Feld eingefügt (das Format kann von Literaturverwaltungsprogrammen erzeugt werden, auch z.B. von Zotero, oder bei einer Suche z. B. über google scholar ausgegeben werden; in diesem Fall sollten die Angaben überprüft und ggf. ergänzt werden). Später werden die einzelnen Angaben über eine Schnittstelle in die WordPress-Datenbank geschrieben und können so auch im Text angewält werden. Zunächst muss aber der Citation-Key noch manuell eingefügt werden (der Wert von key= beim cite-Shortcode).

Ein einfaches AutorJahr-Schema sollte hier bevorzugt werden, z. B. dixon2009. Hier gibt es eine gute Übersicht über Arten von Einträgen und deren erforderliche und optionale Felder.

Die in diesem Post verwendete Beispielbibliographie:

MONOGRAPHIE:

@book{dixon2009, author = {Dixon, Robert M. W.},  year = {2009},  title = {Basic Linguistic Theory 2. Grammatical Topics},  publisher = {Oxford University Press},  address = {New York},  }


ARTIKEL:

@article{hopper1980,
  title = {Transitivity in Grammar and Discourse},
  author = {Hopper, Paul J. and Thompson, Sandra A.},
  journal = {Language},
  volume = {56},
  number = {2},
  year = {1980},
  pages = {251--299},
}


ARTIKEL in SAMMELBAND / BUCHTEIL (mit eigenem Titel):

@incollection{maldonado2007,
  address = {Oxford},
  title = {Grammatical Voice in Cognitive Grammar},
  booktitle = {The {{Oxford}} Handbook of Cognitive Linguistics},
  publisher = {{Oxford University Press}},
  author = {Maldonado, Ricardo},
  editor = {Geeraerts, Dirk and Cuyckens, Hubert},
  year = {2007},
}


WEBSITE:

@misc{krefeld2016,
    author = {Krefeld, Thomas},
    url = {https://www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de/?page_id=493&db=161&letter=D#14},
    note = {Abgerufen am: 21.12.2016},
    title = {Digital Humanities. VA-de 16/1, Methodologie.},
}

Konvertierungstools

Formatierter Text to BibteX

Endnote to BibteX

BibteX Online Editor

Zitate

In-Text-Zitate werden wie gewohnt mit Hochkommata gesetzt, diese werden im Frontend bzw. in LateX mit Templates den Vorgaben entsprechend dargestellt.

Blockzitate werden mit dem „Zitat“-Button des Editors getaggt, diese werden auch entsprechend gesetzt.

Beispiel für ein Blockzitat.

Formatierung

Zur Formatierung werden die HTML-Standard-Formatklassen im WordPress-Editor verwendet.

Überschriften

Für alle primären Literaturtypen gleich (Artikel / Monographie / Bandkapitel); als Post hat ein Bandkapitel die selbe Strukturierung wie ein eigenständiger Post; die Ebene der Kapitelnummerierung wird dann bei der Erzeugung des Bandes als PDF mit LateX eingefügt; online ist sie über den übergeordneten Band, den Titel im Frontend sowie das Gliederungsmenü in der Sidebar ersichtlich. 

  • Titel-Überschrift (h1-entry-title) = Titel (= Post-Titel)
    •  h1-Überschrift (=section): 1. Gliederungsebene (1)
      • h2-Überschrift (=subsection): 2. Gliederungsebene (1.1)
        • h3-Überschrift (=subsubsection): 3. Gliederungsebene (1.1.1)
          • (h5 = Literaturliste, wird automatisch gesetzt)

Bedeutungsangaben

Bedeutungsangaben werden mit dem <code>-tag ausgezeichnet (auswählbar in der Textansicht oder unter Format > Formate > Inline > Code); dies verhindert die Ersetzung der einfachen Hochkommata mit typographischen (im visuellen Editor sieht man diese Auszeichnung nicht, das Ergebnis ist nur im Frontend sichtbar). Im HTML-Code sieht dies so aus:

<code>'Beispiel'</code>

Ergebnis: 'Beispiel'

Sprachbeispiele

Sprachbeispiele werden über den Button „Sprachbeispiel“ eingefügt; dies erzeugt einen HTML-Code (Orientierung an Vorschlag auf: http://linguistics.stackexchange.com/questions/3/how-do-i-format-an-interlinear-gloss-for-html)

<div class="gloss">
<p class="description">Angabe</p>
<p class="sentence">Beleg</p>
<p class="morphological">Glossierung (optional)</p>
<p class="free">Übersetzung.</p>
</div>

Dieser Codeblock stellt sich im Editor folgendermaßen dar:

Angabe

Beleg

Glossierung (optional)

Übersetzung.

Die Platzhalter werden durch den eigenen Inhalt ersetzt; die Glossierungzeile kann gelöscht werden, falls überflüssig. Die Nummern und die Hochkommata bei Bedeutungsangaben werden über CSS hinzugefügt (und sind nicht Teil des Textes, verhalten sich also entsprechend). Glossen können über das Tex-Tag {/sc} als small caps ausgezeichnet werden (im Beispiel: {/sc-1sg.pres}).

Spanisch 1a

yo habl-o español

I speak-1sg.pres Spanish

I speak Spanish.

Die automatische Alignierung der Glossen erfolgt nachträglich per Skript, die Anzahl der Tokens in der Belegzeile sowie der Glossierungszeile müssen dazu identisch sein; zwischen den Tokens fungiert das Leerzeichen als Trennerzeichen.

Die Verwendung der Glossierungszeile ist optional, diese kann auch gelöscht werden (in diesem Fall wird entsprechend auch kein Alignment ausgeführt):

Spanisch 1b

yo habl-o español

I speak Spanish.

Es kann aber auch eine weitere Zeile zur syntaktischen Auszeichnung eingefügt werden (ein Paragraph mit class=“syntactical“):

Dyirbal 1 (Dixon 1994, 155)

ŋuma yabu-ŋgu bura-n Ø banaga-nyu

father.abs:o mother-erg:A see-nonfut Ø return-nonfut

[O1] [A1] →/TR (S2=O1) →/INTR

Mother saw father and he returned.

Referenzierung auf die Beispiele erfolgt nicht über die automatisch generierten Nummern, sondern über die Angabe in der Titelzeile vorgenommen, da dieses – im Gegensatz zu den Nummern, die sich bei Einschub ändern können – ein fixes Identifizierunglabel darstellen. (Ähnlich den Überschriften zur Identifizierung von Textsegmenten). Diese Label können auch zu einer (noch zu implementierenden) Verlinkung auf die Beispiele dienen.

Listen

<ol> <li> … folgt

Tabellen

folgt

Abbildungen

folgt

 

Dixon, Robert M. W. (2009): Basic Linguistic Theory 2. Grammatical Topics. New York: Oxford University Press.
Hopper, Paul J. & Thompson, Sandra A. (1980): Transitivity in Grammar and Discourse, Language 56, 251-299.
Krefeld, Thomas: Digital Humanities. VA-de 16/1, Methodologie. https://www.verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de/?page_id=493&db=161&letter=D#14. Abgerufen am: 21.12.2016.
Maldonado, Ricardo (2007): Grammatical Voice in Cognitive Grammar. In: Geeraerts, Dirk & Cuyckens, Hubert, The Oxford Handbook of Cognitive Linguistics. Oxford: Oxford University Press.