Editorial

Der Titel dieser Publikationsplattform ist Programm, denn sie wendet sich an die Wissenschaftler, die eine direkte Verschränkung von sprachlicher Darstellung und Datenbasis suchen. In Printpublikationen ist ein solches Umschalten zwischen den beiden Dimensionen wissenschaftlicher Arbeit, wenn überhaupt nur sehr bedingt möglich (etwa in Form eines Begleitbandes). Die hypertextuelle Verlinkung befreit dagegen das Korpus aus seiner Isolierung und macht es zum gleichberechtigten Gegenstand der Aufmerksamkeit. Besonders sinnvoll ist diese Emanzipation, wenn die genuinen Daten nicht nur sprachlicher bzw. im Sprachlichen nicht schriftlicher Natur sind. Weiterhin ist es möglich, dynamische Korpora mit wachsenden Datenbeständen einzubetten. Erst in diesem medialen Format, das über die Präsentation einer beschriebenen Fläche – sei es auf einem Blatt Papier oder auf einem Bildschirm – weit hinausgeht, kann das e-Book sein eigentliches Potential entfalten.

 

Thomas Krefeld | Stephan Lücke | Christian Riepl

 

Der Buchstabe M als Initiale des Wortes „mortuus“ (Lukasevangelium, 16, 22) im Book of Kells (entstanden um 800; folio 254v; Trinity College Dublin; Aufnahme aus Schautafel: Stephan Lücke 2014)

Der Buchstabe M als Initiale des Wortes „mortuus“ (Lukasevangelium, 16, 22) im Book of Kells (entstanden um 800; folio 254v; Trinity College Dublin; Aufnahme aus Schautafel: Stephan Lücke 2014)