eHumanities und VerbaAlpina

Abstract

Als Pilotprojekt hat VerbaAlpina den Umgang des FDM-Modellprojekts eHumanities – interdisziplinär mit Forschungsdaten aus der digitalen Geolinguistik, und allgemein den Digital Humanities, grundlegend beeinflusst. Eines der Projektergebnisse, die Initiierung eines DH-Kompetenz- und Datenzentrums für das Forschungsdatenmanagement an der LMU, bestehend aus der IT-Gruppe Geisteswissenschaften und der Universitätsbibliothek, wurde maßgeblich durch die von VerbaAlpina formulierten Anforderungen ausgestaltet. Inwieweit hierbei die beiden Leitthemen der Arbeitstagung, „Vernetzung“ und „Nachhaltigkeit“, Berücksichtigung fanden, soll Gegenstand dieses Vortrags sein.

Vernetzung zielt auf Interoperabilität, d.h. darauf, dass die Daten „ausgetauscht, interpretiert und in einer (semi-)automatisierten Weise mit anderen Datensätzen von Menschen sowie Computersystemen kombiniert werden können.“ (Quelle: https://blogs.tib.eu/wp/tib/wp-content/uploads/sites/3/2017/09/Die-FAIR-Data-Prinzipien.pdf, S. 10, zuletzt aufgerufen am 01.04.2019) Um diesem FAIR-Kriterium zu entsprechen, bedarf es besonderer Anstrengungen bei der Erschließung der Forschungsdaten: Die Metadaten sollen möglichst präzise, vollständig sowie maschinenlesbar sein, einer gängigen Ontologie entsprechen sowie Beziehungen zu anderen (Forschungs-)Daten enthalten. VerbaAlpina hat ein recht komplexes Beziehungsgefüge. Dieses mit Metadaten abzubilden und damit auch maschinell zugänglich zu machen, war eine der größten Herausforderungen bei der „FAIRisierung“ der VerbaAlpina-Forschungsdaten. Motivation und Umsetzung sollen daher im Rahmen des Vortrags ausführlich beleuchtet werden.

Der Aspekt der Nachhaltigkeit wird v.a. im Hinblick auf Referenzierbarkeit und Auffindbarkeit betrachtet werden. Konkret sollen die Maßnahmen des DH-Datenzentrums aufgeführt werden, die darauf zielen, die VerbaAlpina-Daten langfristig verfügbar zu halten. Diese schließen die Vergabe eines persistenten Identifiers, eine die Semantik der Daten mitberücksichtigende Erschließung sowie ein Konzept zur „Langzeitarchivierung“ auf Seiten des Repositoriums-Betreibers, hier der Universitätsbibliothek der LMU, ein.